Montag, 2. März 2015

Allahu akhbar!

Sieht aus wie der nächste Terrorangriff, sind aber Fischer auf dem Weg zur Arbeit.

Kalaschnikoffs habe ich keine gesehen. Sie haben mir freundlich zugewunken.

Einsiedlerkrebs

10.43 Uhr: Invasion von der AIDA

Eben war am Strand noch alles leer - jetzt ist es vergleichsweise voll: es kam auf einmal ein Pulk von vielleicht 40 Leuten, alle deutsch-sprechend, die sich über die verbliebenen Liegen am Strand hergemacht haben.

Ich hab gefragt: sie kommen von der AIDA und sind mit dem Bus hierher gekarrt worden, um den Strand zu sehen.

Heute mittag um drei sind sie wieder weg. Allah sei Dank.

Blockierte Websites

Auch das gehört zum Oman: anstößige oder politisch nicht genehme Websites können nicht aufgerufen werden. Es gibt Zensur.

Sultan Qaboos

Über diesen Herrn möchte ich noch ein paar Worte verlieren: Sultan Qaboos.

Das ist der uneingeschränkte Herrscher des Oman. Sein Bild hängt in jedem Hotel, jedem Supermarkt, jeder Kfz-Werkstatt.

Seit 1970 ist er an der Macht. In seiner Zeit wurde der Oman vom Mittelalter in die Zukunft katapultiert. Vorher war es ein sehr armes Land. 1970 gab es gerade mal eine aspahltierte Straße und die Menschen hatten nichts.

Heute geht es den Omanis sehr gut, was natürlich mit dem Erdöl zusammenhängt. Aber Sultan Qaboos hat es - im Gegensatz zu Dubai - geschafft, den Spagat zwischen Moderne und Wohlstand einerseits, und Beibehaltung alter Traditionen andererseits zu schaffen.

Man spürt ein Gefühl von 1001 Nacht, hat aber trotzdem alle Annehmlichkeiten eines modernen Lebens. Sultan Qaboos hat sein Volk am Wohlstand beteiligt. Das ist sein großer Verdienst. Und deshalb ist er auch sehr beliebt.

Gleichwohl sollte man sich keine Illusionen darüber machen, dass es sich um ein autokratisches System handelt, wo es mit der Meinungsfreiheit nicht weit her ist. Aber Unzufriedenheit keimt wohl erst auf, wenn es dem Volk nicht mehr so gut geht. Im Moment scheint Meinungsfreiheit jedenfalls kein Thema zu sein...

Strandtag

Gestern ist nichts Besonderes passiert. Es gibt kein Programm mehr. Ich habe einen Strandtag eingelegt. Heute wahrscheinlich auch.

Ich bin gestern zwei Stunden am Strand entlang gelaufen. Die meiste Zeit war ich vollkommen alleine: Kilometerlanger feiner Sandstrand ohne Menschen. Sehr schön.